NL: Starker Jahresabschluss ohne Krönung!
- sirindlisbacher
- 14. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Der SHC Grenchen-Limpachtal muss sich im letzten Spiel vor der Weihnachtspause zu Hause den Bulldozers aus Kernenried geschlagen geben.
Es war angerichtet in Grenchen. Und dies in mehrfacher Hinsicht. So war es für beide Teams die Möglichkeit, die vorangegangene Niederlage vergessen zu machen. Es war Derby bei bestem Hockeywetter. Und es lagen die letzten Punkte bereit, die im Jahr 2025 zu vergeben waren.
Die Partie startete denn auch sehr intensiv. Und überlegt. Beide Teams schenkten sich nichts, suchten ihr Glück in der Offensive, gaben in der Defensive aber nicht viel Preis. Das Spiel gestaltete sich so fast ausschliesslich in den beiden offensiven Dritteln. Und trotz Chancen auf beiden Seiten gingen die beiden Torhüter als erste Sieger in die erste Pause. Beide hielten ihre Null!
Die Grenchner nahmen den Schwung mit, und starteten stark ins zweite Drittel. Sie reihten Chance an Chance. Doch zuerst scheiterte das Solo von Captain Dominic Tschirren am Schlussmann der Gäste. Kurze Zeit später lupfte Benjamin Kohli den Ball aus bester Abschlussposition über statt unter die Latte. Und nachdem auch Canosa und Pauer ihre Chance ausliessen, kam der lange Pass der Gäste aus der Defensive in die neutrale Zone auf den Rieder, der die Grenchner mitten ins Herz traf: mit einem Weitschuss bezwang er Dohner im Tor der Heimmannschaft und eröffnetet damit das Score.
Nach kurzer Schockstarre kam das Heimteam zurück und drehte munter weiter am Rad der absolvierten Kilometer auf dem Platz. Und die Laufarbeit wurde immer wieder durch Ballgewinne im gegnerischen Drittel und Chancen belohnt. Und schlussendlich auch mit dem Ausgleich veredelt. Kay Mattli schloss eine schöne Kombination ab.
Doch die Kernenrieder waren nicht um eine Antwort verlegen – und legten kurz nach Wiederanpfiff vor. Und kurz vor Ende des zweiten Abschnitts bestraften die Gäste die nachlassende Geduld der Grenchner eiskalt. Die sich bietenden Räume nach einem zu forschen Forechecking wurden dankend angenommen. Der alleine auf Dohner zustürmende Bulldozer liess ihm keine Abwehrchance.
Neues Drittel, neues Glück. Und ungebrochener Wille. Die Grenchner setzten die Gäste immer wieder tief in ihrer Zone clever unter Druck und eroberten sich Bälle. Und erspielten sich zwingende Chancen. Wiederum ohne Abschlussglück. Bis der Angriffslauf durch eine Strafe und das genutzte Powerplay der Gäste abrupt eingebremst wurde.
Es war die Entscheidung, welche die Grenchner aber nicht wahrhaben wollten. Sie versuchten es weiter, liefen an und ersetzten den Torhüter gegen einen sechsten Feldspieler. Aber es nützte alles nichts mehr. Das Spiel endete schlussendlich mit 1:4 aus Sicht des SHC Grenchen-Limpachtal.
Es war ein undankbares Ende für das Heimteam. Man verpasste es allem voran im ersten Drittel und zu Beginn des zweiten Abschnitts, das Spiel in andere Bahnen zu lenken und sich die letzten Punkte des Jahres vom Gabentisch zu schnappen.
Gelungen ist es ihnen aber gewiss, mit einem sehr guten Gefühl in die Winterpause zu gehen. Es war ein starker Auftritt, auf dem sich aufbauen lässt im neuen Jahr. Im Wissen darum, dass dann auch die beiden Importspieler, Vanis und Lehner, wieder zur Verfügung stehen werden. Zwei, die wissen, wo das Tor steht. Und die Lust haben, die gegnerischen Torhüter wiederum zu ärgern. Sie fehlten heute definitiv, auch wenn die beiden nachgerückten, Kris Riesen und Yanick Röthlisberger mehr als nur ihren Job erfüllten. Sie überraschsten immer wieder mit Tempo und Beharrlichkeit. Und stärkten das Kollektiv. Ein Kollektiv, das heute durchaus überzeugte, wie bereits des Öfteren in dieser Spielzeit.
Für den SHC Grenchen-Limpachtal geht es nun am 7. Februar 2026 weiter mit dem Auswärtsspiel beim SV Gals. Bis dahin steht Wunden lecken an, Verletzungen auskurieren und danach wieder Aufbautraining ab Beginn des neuen Jahres.
SHC Grenchen-Limpachtal – Bulldozers Kernenried: 29. Stucki Pascal (Tschamper Pascal) 0:1; 35. Mattli Kay (Tschirren Dominic, Riesen Kris) 1:1; 35. Jaussi Fabian 1:2; 39. Bütikofer Michel (Marti Kevin, Stucki Pascal) 1:3; 47. Hohl Jonathan (Marti Dominik) 1:4.





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