NL: Niederlage nach Penaltyschiessen
Die erste Mannschaft muss sich zum Meisterschaftsauftakt auswärts in Zug nach Penaltyschiessen mit 4:5 geschlagen geben.
Das Spiel startete nervös. Man spürte förmlich, dass das Heimteam, die Oberwil Rebells II, ihre erste Partie im Oberhaus gut gestalten wollen. Und auf der anderen Seite stand ein SHC Grenchen-Limpachtal, das seine Aufregung ebenfalls nicht vertuschen konnte. Und eben entsprechend entwickelte sich die Partie. Viele Fehlpässe, wenig zusammenhängendes und zögerliche Aktionen.
Lenny Canosa war indes der Erste, der davon profitieren konnte. Er entwischte der gesamten Abwehrreihe und netzte zum 0:1 ein. Auf den Ausgleich der Oberwiler folgte der nächste Treffer für die Grenchner. Torschütze war wiederum Canosa, bevor das Heimteam eine Überzahlsituation zum erneuten Ausgleich nutzte. Doch der Captain persönlich sorgte nur gut eine Zeigerumdrehung später mit einer feinen Aktion für die neuerliche Führung. Und so endete das erste Drittel mit 3:2 aus Sicht der Gäste aus Grenchen.
Zu den fünf Toren kamen vier Strafen hinzu. Und dies in einer Partie, die zu keiner Zeit ruppig oder unfair geführt wurde. Ein weiteres Indiz für die Nervosität auf beiden Seiten.
Im zweiten Drittel verloren die Grenchner danach mit Fortschreiten der Partie etwas ihren Zugriff auf das Spiel. Sie machten mit überhasteten Aktionen dem Gegner das Leben teilweise (zu) einfach. Und liessen sie phasenweise in der Defensivzone der Grenchner zu sehr gewähren. Es war aber auch das Drittel, in dem sich Tomáš Keprt im Tor der Gäste auszeichnen konnte. Er stoppte die Oberwiler Angreifer eben so oft, wie diese angriffen. Doch auch der Oberwiler Torhüter hielt seinen Kasten rein. Es beschlich den neutralen Zuschauer das Gefühl, als dass das Drittel gut auch 60 Minuten hätte dauern können, und trotzdem kein Tor fallen würde.
Im dritten Drittel war es wiederum Lenny Canosa, der sich früh in Szene zu setzen vermochte. Er nutzte in Überzahl die sich im bietende Chance im Slot und netzte zum 4:2 ein. Dabei blieb es lange. Auch zwei Unterzahlsituationen der Grenchner blieben ohne Schaden, doch auch eine Überzahlsituation konnte nicht ausgenutzt werden.
Erst in der 56. Minute schlug es wieder ein, diesmal aber hinter Tomáš Keprt im Grenchner Tor. Und als sich nur eine Minute später die Chance auf ein Powerplay bot, glichen die Oberwiler die Partie aus.
Der Nackenschlag hielt nicht lange an. Die Gäste kämpften sich zurück und schnürten die Oberwiler in den verbleidenden Minuten der regulären Spielzeit vermehrt ein, ebenso wie später auch in der fünfminütigen Überzahl. Doch ein Treffer wollte, trotz teilweise einladender Chancen, nicht mehr fallen.
So folgte, was niemand will: Das Penaltyschiessen musste entscheiden. Hier konnte Oberwil einen Treffer mehr bejubeln als die Gäste aus Grenchen und sich somit den Extrapunkt gutschreiben lassen.



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