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Grenchen steht im Playoff-Halbfinal! Der SHC Grenchen-Limpachtal qualifiziert sich dank dem Sieg im entscheidenden dritten Playoff-Viertelfinalspiel gegen die Sierre Lions für die Halbfinals. In der finalen Begegnung zwischen den beiden Erzrivalen behielt das Heimteam schlussendlich mit 6:3 die Oberhand. Das Spiel begann jedoch absolut nicht nach dem Gusto des Trainers der Heimmannschaft. Die Grenchner starteten schläfrig in die Partie. Es schien fast so, als dass der verlorene Cupfinale vom vergangenen Samstag noch in den Knochen der Spieler stecken würde. Stets war man einen Schritt zu spät, wich den Zweikämpfen richtig gehend aus und fand nie ein Mittel, richtig ins Spiel zu kommen. Dass nach dem ersten Drittel der Spielstand nur 2:2 lautete, war dem starken Torhüter David Fankhauser zu verdanken. Das Schussverhältnis bei vier gegen vier sprach mit 5:20 eine deutliche Sprache und untermauert die Spielanteile im ersten Abschnitt eindrücklich. Und es war dem Powerplay zu verdanken, dass man überhaupt zu Toren kam. Henzi und Sterchi erzielten in Überzahl die Tore. In der Pause fielen danach klare und deutliche Worte. Den Spielern schien klar geworden zu sein, dass das Spiel mit einer solchen Leistung nicht zu gewinnen und sich die Saison somit vorzeitig dem Ende zu neigen würde. Eine entscheidende Situation spielte sich dabei beim zweiten Einsatz der ersten Linie ab. Der aufs zweite Drittel eingewechselte Marc Fankhauser fasste sich ein Herz und rackerte bis zum umfallen. Ein Tor blieb ihm zwar verwehrt. Aber mit drei zurückeroberten Bällen in der gegnerischen Zone und seinem unermüdlichem Einsatz zeigte er auf, was es braucht um diesen Gegner ins Wanken zu bringen. Er weckte sein Team aus dem Tiefschlaf. Man versuchte nun, den Gegner früh unter Druck zu setzen, die Bälle bereits in der gegnerischen Zone abzufangen und den gegnerischen Torhüter mehr zu beschäftigen. Nun schien sich das Blatt zu wenden. Jetzt waren es die Siderser, die öfters zu spät kamen und sich nur noch mit unerlaubten Mitteln zu helfen wussten. Nur, das Powerplay sah zwar nicht schlecht aus beim Heimteam – aber es trug keine Früchte ein. Als man gar eine doppelte Überzahl von rund anderthalb Minuten nicht zu nutzen vermochte, musste man sich schon fast ein wenig sorgen. Sollte dies die erneute Wende sein? Auf einmal waren es die Grenchner, die die Strafen nehmen mussten. Und bereits in Unterzahl spielend, traf es einen zweiten Grenchner. Eine Minute doppelte Überzahl für die Gäste. Doch sie scheiterten mal für mal an der Unterzahl und vor allem am starken David Fankhauser. Doch genau dieser wurde danach kurz vor Ablauf der ersten Strafe mit einer weiteren kleinen Strafe belegt. Ein harter Entscheid – und eine weitere Minute in doppelter Überzahl. Sierre suchte den Torerfolg, drückte natürlich, aber scheiterte wieder mal für mal an Fankhauser. Erst kurz vor Ablauf der Strafe, bei vier gegen drei Spielern auf dem Platz, gelang Duc doch noch der 2:3 Führungstreffer. Der psychische Tiefschlag fürs Heimteam? Von wegen! Die Jungs von Simon Kunz liessen sich nicht entmutigen, gingen ihren Weg weiter, und kämpften sich zurück ins Spiel. Henzi und Bütikofer waren noch vor der zweiten Pause dank ihres Doppelschlags für die Wende verantwortlich. Dass ein Tor Vorsprung im Strassenhockey nichts ist, erfuhren die Grenchner vor zwei Wochen in Siders am eigenen Leibe. Deshalb war die Marschroute klar. Das Heil soll in der Offensive gesucht werden. Das fünfte Tor musste her. Und Strechi in Überzahl sorgte für die Erleichterung auf seiten des SHC Grenchen-Limpachtal. Die letzte Chance der Löwen? Ihre Überzahlstärke. Doch auch dieser Trumpf konnte heute nicht stechen. Röthlisberger und Marti hielten die Bälle in der gegnerischen Hälfte und damit weit weg vom eigenen Tor. Trotz einem Mann mehr waren es die Gäste, die immer wieder dem Ball nachjagen mussten und somit viel Zeit und Energie verloren. Den Schlusspunkt in den Viertelfinals setzte dann Bütikofer mit seinem zweiten Treffer zum entscheidenden 6:3 vier Minuten vor dem Ende. Somit komplettiert der SHC Grenchen-Limpachtal die Halbfinals der Playoffs. Dort trifft die Mannschaft von Coach Simon Kunz nächsten Sonntag auswärts auf den SHC Belpa 1107. Der Qualifikationssieger ist sicherlich zu favorisieren. Doch je ein Sieg der beiden in den bisherigen Begegnungen in dieser Saison versprechen eine spannende Halbfinal-Affiche.
NLA Strassenhockey Playoff Viertelfinal 2009/10, Spiel 3 Wo: Grenchen Wann: Sonntag 11.04.2010; 14.00 Uhr SHC Grenchen-Limpachtal - Sierre Lions 6:3 (2:2; 2:1; 2:0) SR: Weder, Hüsser Zuschauer: 200 Tore: 12. Duc (Mutchagato / Ausschluss St. Rindlisbacher) 0:1, 13. Henzi (Si. Rindlisbacher, D. Fankhauser / Ausschluss Clivaz) 1:1, 17. Sterchi (Tschantz, Si. Rindlisbacher / Ausschluss S. Ruppen) 2:1, 19. Schildknecht (Clivaz, Mutchagato / Ausschluss Christen) 2:2, 36. Duc (Mutchagato, Schüpbach / Ausschluss D. Fankhauser) 2:3, 36. Henzi 3:3, 37. Bütikofer 4:3, 45. Sterchi (Henzi / Ausschluss Masseraz) 5:3, 56. Bütikofer (Tschantz) 6:3 Grenchen: Fankhauser D., Schluep (Ersatz); Rindlisbacher Si., Jenni F., Marti, Aebi, Rindlisbacher St., Isch, Rothenbühler, Kunz; Röthlisberger, Henzi, Tschantz, Christen, Sterchi, Bütikofer, Fankhauser, Jenni T., Kohler Sierre: Schüpbach, Lengacher (Ersatz); Heynen, Nowakowski, Mutchagato, Clivaz, Marti, Masseraz, Ruppen S.; Zuber, Metroz, Duc, Schildknecht, Masserey, Steiner, Ruppen, Aubry Strafen: Grenchen: 9x 2 Min. + 1x 10 Min. (Christen) Sierre: 10x 2 Min. + 1x 10 Min. (Schildknecht) + 1x Spieldauer (Schildknecht) Bemerkungen: Grenchen ohne Hänggi (verletzt), Sierre ohne Crettaz |